Unterwegs Bolog

Reisebolog von Bettina und Camillo

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Guatemala Stadt

mit 6 Kommentaren

Gestern sind wir, bis auf Flöhbisse und Mückenstiche (kratz kratz), heil in Guatemala Stadt angekommen, doch das blieb nicht lange so. Da wir schon um 5 Uhr morgens aufgestanden waren, und 4 Stunden Bus hinter uns hatten, waren wir einigermasse übermüdet. Bettina, eh schon misstrittgefährdet, knickte an einer Rampe auf dem Trottoir ein und verstauchte sich ihre Hand böse. Camillo schwer beladen mit zwei Rucksäcken (grosser Held :P ), Bettina bleich und etwas aufgeweicht (tapferer Held :) ) wurden wir von einer hilfsbereiten Dame durch Markt und Verkehr zu Internet gelotst, um eine Hostel zu suchen. Mangels Geduld (und vielen Schmerzen) fuhren wir in einem enorm überteuerten Taxi zu unserem Hotel. Der Fahrer war sogar so dreist am Schluss noch 20Q draufzuschlagen, weil er länger brauchte als gedacht. Was an seiner Unkenntnis in dieser Gegend lag. Doch diesen Bonus gönnten wir ihm dann doch nicht, ätsch :P . In unserem Hotel wird dank den Amerikanern alles in Dollars gerechnet, und dann in einem sehr schlechten Kurs nach Quetzales umgerechnet, super. Doch alles ist super sauber und schick für den Preis den wir jetzt bezahlen, also durchaus empfehlenswert.
Heute ist Stadtbesuch angesagt (und Mitbringsel kaufen, also wünsche noch anbringen ;) ), eigentlich die nächsten 3 Tage.

Geschrieben von camillobruni

2008 Juli 10 um 6:05

Veröffentlicht in Guatemala Stadt

Monterrico

ohne Kommentare

Nun wieder mit InternetExplorer aber etwas mehr Geduld, aber trotzdem keine Bilder.

Nach mehrmaligem Umsteigen und schwitzigen Busfahrten sind wir am Pazifik gelandet. Montericco, ein kleines Feriendorf, hat nebst dem Strand und dem NAturschutzgebiet nicht wirklich was zu bieten. Nach einem kurzen Strandspaziergagng liessen wir uns zu einem kleinen Trip ins Naturschutzgebiet überreden. Am nächsten Morgen gings um 5Uhr los. MIt einem stabbetriebenen Boot und 4 Amerikanern fuhren wir durch Mangroven und Schilf. Unterwegs gabs verschiedene Tiere zu beobachten, am meisten faszinierte uns das Vierauge. Dieser Fisch hat je zwei Augen unter und über Wasser und hüpft übers Wasser (wie ein Frösch) davon, wenns pressiert. Verschiedene Vögel und -nester wurden präsentiert. Im Schilf wimmelte es von Mücken und Flöhen. Punkto Getiert hatte auch das „Hotel“ einges zu bieten. Ein Skorpion im Bett (erledigt von der Chefin), Flöhe am Boden (zum Glück schwarz), Mücken in der Luft, Geckos an den Wänden (unsere kleinen mückenfressenden Freunde), Fledermäuse an der Decke (unsere grossen mückenfressenden Freunde, welche das ganze Moskitonetz verschissen haben). Nicht zu vergessen war die Duftnote der Matratze.

Das Meer war angenehm warm und die Wellen waren grösser als in der Bretagne. Der dunkle Strand lud jedoch nicht wirklich zum verweilen ein, denn die Sonne brannte senkrecht und erhitzte den Sand so fest, dass man sich die Füsse verbrannte. Nebst den vielen streunenden Hunden hatte es auch Pelikane, welche die Brandung geschickt nutzten um energiesparend zu fliegen. Dabei berührten sie mit den Flügelspitzen knapp das Wasser nicht. Zum Fische Jagen stiegen sie hoch, und stürzten sich spiralförmig ins Wasser.

Zum Essens gabs (jedenfalls für Camillo) Crevetten, die jedoch aus Guatemala waren und nicht in Honduras geschält wurden ;) . Leider fehlte Camillo das passende Werkzeug um den Darm effizient zu entfernen, darum wurden sie halt mit Scheisseresten gegessen (Camillo lebt noch).

Am nächsten Tag fuhren wir los nach Guatemala-Stadt. Unterwegs sahen wir einige besonders bedepperte Hunde, welche es tatsächlich zustande brachten mitten auf der Strasse zu kacken, im vollen Verkehr, versteht sich.

Geschrieben von camillobruni

2008 Juli 9 um 11:00

Veröffentlicht in Monterrico

Huehue, Todos und Nebaj

mit 2 Kommentaren

Nachdem wir die nahegelegen Pyramiden in Huehue besucht hatten, beschlossen wir in ein abgelegeneres Bergdorf zu fahren. Am nächsten Morgen standen wir früh auf um einen Bus zu kriegen. Am Busbahnhof, ein wildes Getümmel aus Arbeitern, Fressständen, Streunern und röchelnden Fahrzeugen, ist es nicht einfach das richtige Ticket zu bekommen. Jede „Busgesellschaft“ hat ihre eigene Garage und zwei, drei Busse. Unsere suchenden Blicke wurden schnell von einem verkaufstüchtigen Helfer erkannt, welcher uns in den richtigen Schuppen führte. Nach 1.5h warten wurde unser Gepäck unter Camillos kritischen Augen auf dem Dach montiert, zusammen mit eingepferchten Hennen und hunderten von Kücken.

Kurz nach Dorfausgang windet sich die Strasse den Berg hoch (Bettina wurde schlecht :p, trotz dem angehmen Tempos und der ersten Sitzreihe). Die Serpentinen enden auf etwa 3000 Metern, von wo aus man einen wundervollen Ausblick gehabt hätte, doch dicker Nebel liess nur 10m zu. Die Fahrt ging zunächst noch auf asphaltierter Strasse über eine Hochebene, danach folgten holprige 60 Minuten auf lehmigem Boden. Gegen Ende wurde in den vollbesetzten Bus noch eine 20 köpfige Gruppe Bauern (in voller Tracht) aufgeladen. Die gemütlichen 2er Sitze wurden zu den geplanten 3er Sitzen (engster Kontakt zu Einheimischen ;) ).
Nach 2.5h Stunden (Camillo: schönen , Bettina: anstrengenden) Fahrt gelangten wir in Todos Santos an.

Die Leute in dem kleinen Dorf halfen uns, trotz ihrer zurückhaltenden Art, sehr freundlich ein Hotel zu finden, denn das im Reiseführer wurde vollständig renoviert. An diesem Tag wurde das Dorf auch noch überschwemmt von Leuten aus der Umgebung, weil eine „spektakuläre“ Gerichtsverhandlung stattfand.

Beim Eindunkeln musten wir uns mit Kerzen zu Licht verhelfen, weil in der ganzen Gegend der Strom ausgefallen war. Das Dorfleben liess sich davon nicht weiter beeindrucken; Handys funktionieren auch ohne Strom, auch das Essen genossen wir im Halbdunkeln.

Rückfahrt und weiter nach Nebaj. 2.5h (Todos nach Huehue) + 1h (Huehue nach Acuacatan) + 1h (Acuacatan nach S…) + 2h (S… nach Nebaj). Das Tempo nahm von Fahrt zu Fahrt zu und erreichte ihren halsbrecherischen Höhepunkt in den Kurven S… Bettina wurde sehr schlecht :( !

Heute unternahmen wir von Nebaj zwei Ausflüge in die Nachbardörfer. Den ersten begannen wir um 6 Uhr zu Fuss Richtung Acul, ein sehr matschiger ruchtschiger Aufstieg über einen lehmigen Weg, der ein halber Bach war, brachte uns zu einem schönen MIrador (Aussichtspunkt). Auf der anderen Seite erwartete uns ein kleines, landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Den Rückweg gingen wir auch zu Fuss, der „Hauptstrasse“ (Kiesweg) entlang. Nach einer Stunde hielten wir ein volles Colectivo an, übrig waren noch zwei Stehplätze, eingepfercht zwischen Türe und Sitzenden. Mit verkrampften Waden und geknicktem Nacken fuhren wir die restliche Viertelstunde.

Zu dem anderen Dörfchen fuhren wir mit dem Colectivo, bequem sitzend. An diesem Tag war grosser Markt, der jedoch schon ziemlich im Abbau war, als wir dort ankamen. Bemerkbar machte sich aber der sehr hohe Alkoholkonsum der Männer an Markttagen, indem sie uns charmant bedrängten und etwas Geld wollten (und einer im Strassengraben schlief). Der Gemeindspräsident war auch da, nüchtern und interessiert. Er wollte uns sogar eine Dorfführung anbieten. Der Höhepunkt unseres Besuches war die Dorf-Kirche, von der Grösse her etwa wie das Münster und schlicht, sehr schön. An Ostern pilgern dann die Leute aus den Nachbardörfern hin.

Das Internet in Nebaj war furchtbar langsam, deshalb gibts noch keine Bilder, zudem stieg es bei starkem Regen regelmässig ganz aus, deshalb erscheint dieser Artikel erst heute.

Geschrieben von camillobruni

2008 Juli 5 um 7:35

Veröffentlicht in Huehuetenango, Nebaj, Todos Santos

Nach Guatemala

mit 4 Kommentaren

Von der Hostel aus wurde uns angeboten in einem kleinen Bus nach Guatemala verfrachtet zu werden. Der Vorteil davon ist, dass sie uns über die Grenze begleiteten, während die regulären Busse nur bis an die Grenze fahren und manche sogar vorher stoppen.

Mit dreizehn anderen Touristen fuhren wir also um halb 8 los. Mit an Bord zwei Japaner wie aus dem Film („Misterytrain“ von Jim Jarmusch). Bei der Grenze liessen wir dann wieder etwas Geld liegen, hatten aber sonst keine Probleme. Die Greze ist nicht klar ersichtlich, eine lange Strasse mit beidseitig Händlern und irgendwo mitten drin eine von Hand bediente gelbschwarze Barriere. Zwischen der mexikanischen und der guatemaltekischen Grenze, befand sich ein 4 km langer Streifen vermülltes Niemandsland.

Danach gings weiter durch sehr schöne Täler mit vereinzelten Bauernsiedlungen, die noch an den extremsten Hängen Mais, Kaffee und anderes anbauten. Ungewohnt ist die Tatsache, dass es trotz der hohen Höhen hier Bananenbäume gibt. :D ! Biologenwitz, wir sind immer noch auf 1500 m.ü.M.

Guatemala scheint viel ärmer zu sein als Mexiko. Dies macht sich nicht nur auf den öffentlichen WCs bemerkbar; die Leute hier fahren viel mehr Töffe als in Mexiko, oder gehen gar zu Fuss. Mit dem Umrechnen in die guatemaltekischen Quetzal (Währung) haben wir es aber noch nicht so im Griff, denn das Internet kostet gleich viel (nach unseren Berechnungen…).

Die Colectivos in Mexiko waren meistens Mini-Busse und in der Frontscheibe standen die Destinationen. In Guatemala jedoch sind die Colectivos ausrangierte US-amerikanische Schulbusse, die liebevoll angemalt und mit bunten Klebern verziert wurden, jeder wäre ein Foto wert.

Nieselnasenregengrüsse B & C

Geschrieben von begnaegi

2008 Juli 1 um 11:22

Veröffentlicht in Guatemala