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Kairouan und Nefta
Von Tunis aus gings weiter in den Sueden. Nach Kairouan kam Mirjam mit weiter gings dann wieder zu zweit.
Kairouan ist die wichtigste muslimische Stadt in Nordafrika und mit 7 Pilgerreisen dorthin kann man sich die Pilgerreise nach Mekka ersparen. Dem entsprechend hat es viele sehenswerte religioese Bauten. Die groesste Moschee Nordafrikas ist sehr schlicht, alles aus einem gelben Stein gebaut, aber jede Saeule mit einem etwas anderen Kapitell. Dann gibt es auch noch verschiedene Moscheen, die den ‘Copains’ von Mohammed gewidmet sind. Die, welche wir besuchten war schoen farbig, bis auf Kopfhoehe mit zierlichen Kachel, darueber weisse Kuppeln mit feine Stukaturen (Muesterli und arabische Schriftzuege).
Waehrend unserem Besuch fand gleichzeit auch noch Beschneidungsrithuale statt. Die kleien Jungen wurden schoen gekleidet von der ganzen Familie, singend und hupend, angeschleppt und dann weinend von der Mama wider heraus getragen.
Ansonsten schlenderten Mirjam und Bettina auch hier durch die Medina und liessen und von den Verkaeufern ubers Ohr hauen. Camillo lag mit einer Magenverstimmung im Bett und hatte Fieber, was bei den hohen Temperaturen hier eher unangenehm ist.
Am Montag versuchten wir dann spontan einen Bus in das sehr suedlich gelegen Nefata zu nehmen. Der am Mittag war schon ganz besetzt und ein komischer Typ wollte uns ueberreden, in der Louage (kleinder Bus) seines Bruders zu fahren. Als der Bruder aber eine Stunde spaeter immer noch am Sanwitch machen war, beschlossen wir den spaeteren grossen Bus zu nehmen. Und kamen dann um Mitternacht in Nefta an.
Mit zwei etwas unsicheren Franzoesinnen im Schlepptau, spazierten wir dann etwa 1 1/2 Kilometer zu einem schicken zweistern Hotel. Ein freundlicher Neftaner half und den Nachtportier zu wecken, gegen das versprechen uns am naechsten Tag Nefta ziegen zu duerfen. Er war es dann auch, der uns den Kamel (korrekter Dromedar)-Ritt organisiert, gegen Entgeld natuerlich
Als die Franzesinnen am naechsten Morgen Richtung Algerien weiter gezogeen sind, waren wir dann die einzigen Besucher im Hotel, abgesehen von einer Riesenschabe und einer roten Katze.
Heute sind wir mit dem Bus nach Gafsa weiter getuckelt. Ein Polizist in zivil ohne die richtigen Papier hat uns fuer eine 1/2 Stunde aufgehalten. Eine wuetige Mutter, mit Kopftuch, hat ihn dann dazu bewegt auszusteigen.







