Archiv für August 2009
zu hause
Nun sind wir wieder zu Hause am frieren
,
Gafsa, El Kef und Zurück
So… nach Nefta haben wir etwas weiter nördlich, in Gafsa, einmal übernachtet. Die Temperaturen sind etwas milder (angeblich warens um die 45-49 Grad in Nefta) jedoch immer noch heiss und trocken. In Gafsa haben wir die Medina besucht und sind auf den Dorfhügel Mida gestiegen zum zmörgele. Die Hostel wurde von einem quirligen alten Mann geführt, der uns für eine Stunde in seinem Büro unterhielt
.
Nach Gafsa gings in einer 5 stündigen Busfahrt in den Norden in die „Berge“. Die Landschaft erinnert etwas an die Toscana, ist jedoch trockener und mit speziellen felsigen Hügelis durchzogen. Sehr schön! El Kef selber ist die arabische Version eines italienischen Bergdorfes
, mit vielen engen Gässchen die fast nur aus Treppen bestehen. Am späten Nachmittag sind wir zur Sidi Mansour Moschee (Sidi = Copain Mohammeds) gewandert. Diese ist nahe einer imposanten Felsschlucht gelegen und versorgt Reisende mit frischen Wasser aus einer heiligen Quelle.
Tausend Bonjours und Asslams später verliessen wir El Kef nach Tunis. Nun geniessen wir unsere letzten Tage in Tunesien.
Neue Bilder
Wir haben bei einigen aelteren Artikeln noch passende Bilder hinzugefuegt.
Kairouan und Nefta
Von Tunis aus gings weiter in den Sueden. Nach Kairouan kam Mirjam mit weiter gings dann wieder zu zweit.
Kairouan ist die wichtigste muslimische Stadt in Nordafrika und mit 7 Pilgerreisen dorthin kann man sich die Pilgerreise nach Mekka ersparen. Dem entsprechend hat es viele sehenswerte religioese Bauten. Die groesste Moschee Nordafrikas ist sehr schlicht, alles aus einem gelben Stein gebaut, aber jede Saeule mit einem etwas anderen Kapitell. Dann gibt es auch noch verschiedene Moscheen, die den ‘Copains’ von Mohammed gewidmet sind. Die, welche wir besuchten war schoen farbig, bis auf Kopfhoehe mit zierlichen Kachel, darueber weisse Kuppeln mit feine Stukaturen (Muesterli und arabische Schriftzuege).
Waehrend unserem Besuch fand gleichzeit auch noch Beschneidungsrithuale statt. Die kleien Jungen wurden schoen gekleidet von der ganzen Familie, singend und hupend, angeschleppt und dann weinend von der Mama wider heraus getragen.
Ansonsten schlenderten Mirjam und Bettina auch hier durch die Medina und liessen und von den Verkaeufern ubers Ohr hauen. Camillo lag mit einer Magenverstimmung im Bett und hatte Fieber, was bei den hohen Temperaturen hier eher unangenehm ist.
Am Montag versuchten wir dann spontan einen Bus in das sehr suedlich gelegen Nefata zu nehmen. Der am Mittag war schon ganz besetzt und ein komischer Typ wollte uns ueberreden, in der Louage (kleinder Bus) seines Bruders zu fahren. Als der Bruder aber eine Stunde spaeter immer noch am Sanwitch machen war, beschlossen wir den spaeteren grossen Bus zu nehmen. Und kamen dann um Mitternacht in Nefta an.
Mit zwei etwas unsicheren Franzoesinnen im Schlepptau, spazierten wir dann etwa 1 1/2 Kilometer zu einem schicken zweistern Hotel. Ein freundlicher Neftaner half und den Nachtportier zu wecken, gegen das versprechen uns am naechsten Tag Nefta ziegen zu duerfen. Er war es dann auch, der uns den Kamel (korrekter Dromedar)-Ritt organisiert, gegen Entgeld natuerlich
Als die Franzesinnen am naechsten Morgen Richtung Algerien weiter gezogeen sind, waren wir dann die einzigen Besucher im Hotel, abgesehen von einer Riesenschabe und einer roten Katze.
Heute sind wir mit dem Bus nach Gafsa weiter getuckelt. Ein Polizist in zivil ohne die richtigen Papier hat uns fuer eine 1/2 Stunde aufgehalten. Eine wuetige Mutter, mit Kopftuch, hat ihn dann dazu bewegt auszusteigen.
Tunis
Mit einer grossen, vollen Faehre sind wir von Trapani aus 7 Stunden uebers mehr nach Tunis gefahren.
Trapani ist eine kleine Ortschaft, am auessersten Spitz von Sizilen und von dort faehrt einmal die Woche eine Faehre nach Tunis. Etwas Stress hatten wir beim borden der Faehre, obschon wir eine ganze Stunde vor der Abfahrt am Hafen waren. Zu erst stellten wir uns bei der Passkontrolle hin und bekamen einen wichtigen Zettel mit Stempel. Dann wollten wir eigentlich aufs Schiff, aber dazu braucht man ein Check-in-Ticket, das man nur an einem Schalter bekommt. Dort waren etwa 50 andere gestresste Leute, die auf italienisch gestikulierten. Mit etwas Vordraengeln bekamen wir, dann auch noch diese Check-in-Tickets und konnten etwa eine viertel Stunde vor offizieller Abfahrtszeit aufs Schiff gehen. Wir legten aber dann erst mit einer ganzen Stunde Verspaetung ab, ganzer Stress fuer nichts…
In Tunis kam uns Mirjam abholen. Sie musste sich auch in Geduld ueben, denn wegen dem starken Gegenwind hatten wir Schlussendlich etwa 1 1/2 Stunden Verspaetung und das Abladen und die Zollkontrolle, waren auch nicht gerade eine blitzartige Angelegenheit. (Merci, fuers Warten!)
Mit unserem privaten Resiefuherer ging es dann mit der Metro Richtungstadtyentrum, ueber die grosse Avenue Habib Bourguiba und in die kleinen Gassen der Mediena (Altstadt) zur Jugi. In der Medina gibt es nur verwinkelte Gaesschen, wo sich tagsueber viel verschiedene Laeden aneinander reihen. Touristen und Einheimische draengen sich durch den schmalen Raum zwischen den Staenden und man muss gut auf den Inhalt in seinen Hosentaschen achten. Zu kaufen gibt es eigentlich alles von Souvenirs bis zu Moebelreperaturen.
Sizilien
Nach Cosenza ist nun Sizilen an der Reihe, gemütlich gings mit dem Zug nach Sizilen. Vor der langen Reise gönnten wir uns ein kleines Sonnen- und Meerbad in der Strandstadt Paola. Von dort aus gings mit dem Zug nach Catania. Trotz Berlusconis Anstrengungen steht die Brücke in der Meerenge von Messina noch nicht
. Unser Zug wurde also auf die Fähre gepackt und rübergeschifft (eine gemütliche Angelegenheit die genügend Zeit liess die Meerenge zu studieren). Da Camillo und Bettina äusserst gute Planer sind, haben sie sich weder Name noch Adresse der Hostel in Catania notiert, doch glücklicherweise gibts da nur eine grösser, welche auch prompt die richtige war.
Am ersten Tag Catania sind wir nach Siracusa gefahren um das bekannte griechische Theater zu besuchen. Die schmucke Altstadt liegt auf einer kleinen Insel direkt am „Festland“, welche gleichzeitig den Eingang zu einer der grössten Buchten auf Sizilien markiert. Nach der Besichtigung des belebten Marktes (Viel interessantes halbtotes Meeresgetier) und der Meerpromenade besuchten wir das griechische Theater. Dieses liegt etwas erhöht auf Sizilien. Die ganze Anlage wird recht turistisch ausgeschlachtet. Dem eigentlichen Park is ein kleiner Turistenparcour vorgelegt, durch Souvenirstände, welcher schliesslich zur Bigleteria führt (siehe Chinaeinträge
). Im eigentlichen Park konnten wir ein römische Amphitheater besichtigen, das berühmte griechische Theater und die danebem liegenden griechischen Steinbrüche. Die Aussicht von dort oben ist super, und die Anlage in weissem Stein imponiert.
Heute haben wir eine Ätna-Rundfahrt gemacht. Mit der Circumetnea, einer merheitlich einspurigen Schmalspurbahn mit Fiat-Waggons, führt auf 110km um den Vulkan herum. Die Strecke führt durch alte Lavaströme, eine ziemlich bizarre Landschaft. Auf dem fruchtbaren Lavaboden wird Verschiedenes angepflanzt: Oliven, Wein, Zitronen und, was wir zum ersten Mal in Echt sahen, Pistazien. Zwischendurch konnten wir einen Blick durch die Wolken auf den Gipflen des Ätnas erhaschen.
Auf geheiss einer Hostelbewohnerin entschlossen wir uns dann noch Taormina zu besuchen. Das kleine Städtchen zwängt sich auf einen schmalen Kamm welcher run 250m steil über der Bucht liegt. Auf einer engen Strasse gelangt man mit dem Bus zum Dorfeingang, von wo aus man and etlichen Souvenirläden in das griechisch-römische Theater geführt wird. Dieses liegt zuvorderst auf dem Bergkamm mit einer spektakulären Aussicht aufs Meer. Die Anlange ist etwas kleiner als Siracusa und zur hälfte von den Römern in Backstein gebaut.
soo das wars mal wieder, morgen gehts weiter nach Agrigento.
Und nun waren wir in Agrigento
in einem super Zimmer mit Aussicht ueber die Stadt, auf die antike Tempelanlage und das Meer.
Cosenza
Soo nun haben auch die Italiener Ferien und die Züge ans mehr sind voll. Meistens Familien sind unterwegs mit rund 2 Koffern pro Person
.
Nach rund 4.5h Zugfahrt sind wir nun in Cosenza angekommen, einem kleinen Städtchen etwas im Landesinnere in den Bergen. Da wir beide den Beschrieb im Reiseführer nur beschränkt detailiert gelesen haben, stiegen wir eine Station zu früh aus. Resultat: 4km bei rund 40Grad im Schatten Strassenrandwandern. Als lob sind wir nun in der gemütlichsten Hostel dies gibt, eingerichten mit alten Polstersofas und riesigen Kronleuchtern.
bis bald..
Napoli
So dieser Eintrag kommt etwas spaet…
Seit einiger Zeit sind wir nun in Napoli und geniessen das italienische Chaos. Entgegen der Annahme ist Napoli im Vergleich zu Rom recht sauber. Die Metro ist (bis auf eine Linie) herausgeputzt und aeusserst modern.
Bei der Ankunft sind wir etwas durch die engen Gassen der Altstadt spaziert, immer mit beiden Ohren nach dem naechsten Roller lauschend. Diese flitzen vollbepackt mit bis zu vier Personen in allen Richtungen durch die Stadt, die Autos haben das Nachsehen
.
Am zweiten Tag haben wir die Ausgrabungen bei Pompeij besucht. Leider war diesmal die Schalterangestellte gut informiert und wollte uns keinen Rabatt gewaehren fuer unter 25 jaehrige aus der EU
(das Nichtwissen ueber die Schweiz liess uns bis jetzt immer zum halben Preis eintreten). Pompeij ist heiss. Pompeij ist ueberlueffen. Gerade nach dem Eingang kaempft sich Reisegruppe um Reisegruppe eine tueckische Steigung hinauf, entsprechend Stau herrscht dann oben. Mit etwas geduld findet man dann doch noch einige ruhige Ecken um sich einen Einblick in die alte Roermstadt zu verschaffen. Die ganze Atmosphere ist trotz den tausenden von Touristen aesserst speziell, den Vesuv immer im Hintergund (und Napoli ist nicht etwa weiter davon entfernt als Pompeij!). Nach etlichen roemischen Holperstrassen liessen wir uns von der Circumvesuviana, eine in die Jahre gekommen Schmalspurbahn, nach Hause fahren. Wir goennten uns ein super Znacht in einner riesigen Trattoria auf dem Vomero, einem Hausberg von Neapel (die Metro hat einen Kehrtunnel da hoch
.
Heute haben wir Pozzuoli besucht, eine kleine Kuestenstadt in den phlegraeischen Feldern. Wegen der vulkanologisch aktiven Umgebung hebt und senkt sich der Boden so alle 100 Jahre um etwa 6 m. Die Altstadt Pozzuolis musste deshalb in den 80er Jahren aufgrund starker Bewegungen evakuiert werden. Weiter oben liegt die Solfatara, ein aktiver Krater mit angenehmen Schwefelduft und Camping. Dort gab es kochende Schlammloecher und Fumarolen (Camillo mochte den Schwefelgeruch, Bettina nicht
).
Nun sind wir immer noch in Neapel und geniessen das warme Wetter und den kuehlenden Wind. Morgen gehts weiter Richtung Kalabrien, scharfes Essen und vielleicht mal endlich etwas Strand.

















